Estricharbeiten
in Marburg-Biedenkopf

Die Grundlage für jeden Boden

Ein fachgerecht aufgebrachter Estrich schafft eine ebene, belastbare Fläche und gleicht Höhenunterschiede zuverlässig aus. Unser Team berät Sie bei der Wahl des passenden Estrichs und sorgt für eine präzise Ausführung – die ideale Basis für Ihren Bodenbelag.

Starten wir Ihr Bauvorhaben.

Wir liefern die Estricharbeiten, die den Unterschied machen.

Bauunternehmen Seipp

Estrich mit Präzision und System

Als erfahrenes Bauunternehmen aus Marburg sorgen wir dafür, dass auf solidem Boden stehen. Unsere präzise ausgeführten Estricharbeiten schaffen die ebene und belastbare Grundlage für jeden Bodenbelag – fachgerecht, effizient und passgenau auf Ihr Bauvorhaben abgestimmt.

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Sorgfältige Vorbereitung für optimale Ergebnisse

Vor dem Aufbringen des Estrichs bereiten wir den Untergrund gründlich vor: Schmutz, Staub und lose Bestandteile werden entfernt, Unebenheiten ausgeglichen und Risse fachgerecht verschlossen. Falls erforderlich, kommt ein Ausgleichsmörtel zum Einsatz – für eine ebene, tragfähige Fläche. Entscheidend ist auch die Restfeuchte: Nur ein trockener Untergrund garantiert die dauerhafte Haftung des Estrichs.

Welcher Estrich passt zu Ihrem Projekt?

Ob im Neubau oder bei der Sanierung – die Wahl des richtigen Estrichs hängt von vielen Faktoren ab: Nutzung, Belastung, Bauzeit, Budget und dem vorhandenen Untergrund. Unser Team bei Seipp Bauunternehmen prüft sorgfältig, welche Estrichart und Verlegeweise zu Ihrem Bauvorhaben passt – vom Verbundestrich bis zum schwimmend verlegten Estrich mit Dämmung.

Je nach Material, Verarbeitung und Konstruktion kommen unterschiedliche Varianten zum Einsatz – wie Zement-, Anhydrit- oder Gussasphaltestrich, als Fließ-, Trocken- oder Heizestrich. Wir beraten Sie fundiert und sorgen für eine Lösung, die technisch wie wirtschaftlich überzeugt.

Sie haben noch Fragen oder möchten sich beraten lassen?

Wir freuen uns über Ihre Nachricht und beraten Sie gern persönlich!

Estricharten – Bestand­teile, Eigen­schaften, Eignung

Bestandteile: Zement als Bindemittel, Sand, Wasser

Optimal für: Wohnräume, Bad, Küchen, Garage, Werkstätten

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Zementestrich, der am häu­figs­ten ver­wen­de­te Estrich, ist viel­sei­tig und be­son­ders wi­der­stands­fä­hig, was ihn ideal für den pri­va­ten sowie ge­werb­li­chen Bereich macht. Er eig­net sich so­wohl für tro­cke­ne als auch für feuch­te Räume sowie für Außenbereiche.

Bestandteile: Gips als Bindemittel, Wasser, Zuschlagsstoffe

Optimal für: Wohnräume, Büros, Gewerberäume

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Ideal für Räume, in denen eine glat­te Oberfläche und eine schnel­le Trocknung wich­tig sind. Der eben­falls weit ver­brei­te­te Calciumsulfatestrich (auch als Anhydritestrich be­kannt) gleicht Unebenheiten selbst aus und sorgt für eine be­son­ders glat­te Fläche. Er ist be­reits nach kur­zer Zeit be­geh­bar, leicht zu ver­ar­bei­ten und frei von Rissen. Für Feuchträume und Außenbereiche ist er nicht geeignet.

Bestandteile: Gussasphalt, Sand, Splitt

Optimal für: Garagen, Tiefgaragen, Werkstätten, Industriebau, Büros, Wohnungsbau

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Wird häu­fig in Bereichen mit hohen me­cha­ni­schen Belastungen oder dort ein­ge­setzt, wo eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit er­for­der­lich ist, wie zum Beispiel in Garagen oder Produktionshallen.

Bestandteile: Magnesia als Bindemittel, Anreger, Sand, or­ga­ni­sche Stoffe, Wasser

Optimal für: Industrie und Gewerbe, Sanierung von Holzbalkendecken

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Besonders ge­eig­net für den Innenbereich in tro­cke­nen Räumen. Er zeich­net sich durch eine schnel­le Trocknung und hohe Festigkeit aus, ist staubarm und ha gute Eigenschaften in Bezug auf Schall- und Wärmedämmung.

Bestandteile: Kunststoff (z. B. Epoxidharz), Zuschläge (z. B. Quarzsand)

Optimal für: Industriehallen, Werkstätten, Labore, Feuchträume, Balkone, Terrassen, Wohnräume

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Kunstharzestrich, z. B. Epoxidharzestrich ist sehr be­last­bar, be­son­ders be­stän­dig gegen che­mi­sche Einflüsse, was­ser­be­stän­dig und eig­net sich daher her­vor­ra­gend für den in­dus­tri­el­len Einsatz in Bereichen mit hohen Anforderungen an den Bodenbelag. Es ist ver­gleichs­wei­se teuer und kommt daher nicht häu­fig zum Einsatz.

Optimal für: Industriehallen, Werkstätten, Kellerräume, Nebenräume, Räume ohne hohe Anforderungen an Schallschutz und Wärmedämmung

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Wird di­rekt auf dem Rohbeton auf­ge­bracht und kraft­schlüs­sig ver­bun­den, meist mit Spezialkleber. Durch die feste Verbindung ist er be­son­ders be­last­bar, aber nicht für Räume mit hohen Anforderungen an Schall-, Wärme- oder Feuchtigkeitsschutz geeignet.

Optimal für: Wohnräume, Büros, Keller

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Der Estrich wird auf einer auf dem Roh­betonboden aus­ge­leg­ten Wärme- und Trittschall­dämmung aus einem druck­fes­ten Dämm­material ver­legt. An den Übergängen zu den Wänden wird zwi­schen Estrich und Wand ein Dämm­streifen um­lau­fend ver­legt, so dass er rund­her­um schwim­mend ver­legt wird und keine Verbindung mit Wänden oder Decke ein­geht. Auf diese Weise wird eine Schall­übertragung ver­mie­den. Schwimmender Estrich eignet sich besonders für ge­dämm­te Räume oder für die Installation von Fußbodenheizungen.

Optimal für: Keller, Garagen, Lagerräume

Einsatzgebiet: Verlegung auf einer Trennlage (z. B. Folie oder Vlies), die den Estrich vom Untergrund ent­kop­pelt. Besonders ge­eig­net für feuch­te Umgebungen, um das Eindringen von Feuchtigkeit in den Estrich zu verhindern.

Optimal für: Wohnräume, Büros, Hallen

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Er wird ent­we­der als Trocken­mörtel, der vor Ort mit Wasser an­ge­macht wird oder als ein­bau­fer­ti­ger Estrich auf die Baustelle ge­lie­fert. Spezielle Zusätze ma­chen ihn fließ­fer­tig, so dass er sich im Gegensatz zu her­kömm­li­chem Estrich na­he­zu selbst­stän­dig aus­ni­vel­liert. Mühsames Abziehen des Estrichs ent­fällt daher. Insgesamt kön­nen ei­ni­ge Millimeter an Aufbauhöhe ein­ge­spart wer­den. Ein wei­te­rer Vorteil des Fließestrichs ist seine re­la­tiv kurze Trocknungszeit.

Durch die gute Fließeigenschaft eig­net sich Fließestrich her­vor­ra­gend für Räume, in denen eine be­son­ders gleich­mä­ßi­ge und glat­te Oberfläche ge­wünscht ist. Besonders ge­eig­net für Fußbodenheizungen.

Optimal für: Alt- und Neubauten, Dachgeschosse, Sanierungsobjekte

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Beim Trocken­estrich oder Fertigteil­estrich wer­den Elemente aus Gips-, Gipsfaser-, Holzfaser-, Holzspan- oder OSB-Platten ver­wen­det. Die in der Regel ge­falz­ten oder mit Nut- und Feder ver­se­he­nen Platten wer­den ge­leimt oder auf einer Unter­konstruktion ver­schraubt. Im Gegensatz zum Frischestrich ent­fal­len beim Fertigteilestrich die Trocknungszeiten, so dass er so­fort be­gan­gen und be­las­tet wer­den kann. Auch dank sei­nes ge­rin­gen Gewichts eig­net er sich so­wohl für Neu- als auch für Altbauten. Darüber hin­aus kann der Trockenestrich auch in Form eines Heizestrichs ver­legt werden.

Optimal für: Wohnräume, Badezimmer, Büros, Fußbodenheizungssysteme

Eigenschaften und Einsatzgebiet: Beim Heiz­estrich wird der Estrich auf einer auf dem Rohbeton­boden aus­ge­leg­ten Wärme- und Trittschall­dämmung sowie auf vorab ver­leg­ten Heiz­schlangen schwim­mend auf­ge­bracht. Heiz­estrich wird spe­zi­ell für die Inte­gration von Fußbodenheizungen ver­wen­det. Er sorgt für eine gleich­mä­ßi­ge Wärme­verteilung und eine ef­fi­zi­en­te Heizleistung.

Häufige Fragen zu Estrich

Zementestrich ist ein robuster Baustoff – doch seine Trocknungszeiten sind unbedingt einzuhalten, um Schäden am Bodenaufbau zu vermeiden.

  • Begehbar: nach ca. 3 Tagen

  • Leicht belastbar: nach etwa 1 Woche

  • Belegreif / voll belastbar: nach frühestens 4 Wochen, je nach Umgebung und Witterung

Die Belegreife ist erreicht, wenn die Restfeuchte im Estrich mit der Luftfeuchtigkeit im Raum im Gleichgewicht ist. Diese sogenannte Gleichgewichtsfeuchte wird in der Regel vom Fliesen- oder Parkettleger geprüft.

Wichtig:
Extreme Wetterbedingungen wie Frost, hohe Luftfeuchtigkeit oder Zugluft können den Trocknungsprozess erheblich verzögern. Besonders in den ersten zwei Wochen muss der Estrich vor Sonneneinstrahlung, Regen und Zugluft geschützt werden.

Tipp: Wer die Trocknungszeiten von Anfang an in die Bauplanung einbezieht, vermeidet Terminengpässe und kostspielige Schäden.

Um die Trocknung von Estrich zu beschleunigen, können folgende Maßnahmen helfen – sofern sie fachgerecht ausgeführt werden:

  • Wärmezufuhr:
    Eine kontrollierte Raumtemperatur von 20–25 °C durch Heizlüfter oder Fußbodenheizung unterstützt die Trocknung. Zu hohe Temperaturen sollten vermieden werden, um Spannungsrisse zu verhindern.

  • Luftzirkulation:
    Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit entweichen kann. Wichtig: keine Zugluft in den ersten Tagen, sondern gezielte Belüftung mit Bedacht.

  • Zusatzmittel im Estrich:
    Spezielle Trocknungsbeschleuniger können dem Estrich beigemischt werden und die Verdunstung der Restfeuchte fördern – abhängig vom Estrichtyp und dem geplanten Bodenaufbau.

Hinweis: Maßnahmen zur Trocknungsverkürzung sollten immer mit dem Estrichleger abgestimmt werden, um spätere Schäden zu vermeiden.

Für das Verlegen von Bodenbelägen auf Zementestrich ohne integrierte Fußbodenheizung gelten folgende Grenzwerte der Restfeuchte (gemessen mit der CM-Methode):

  • Parkett / Laminat: max. 2,0 % CM

  • Fliesen (Dünnbettverfahren): max. 2,0 % CM

  • Fliesen (Dickbettverfahren): max. 3,0 % CM

  • Teppichboden: max. 2,0 % CM

Wichtig:
Werden diese Werte überschritten, kann es zu Feuchtigkeitsschäden im Belag oder Klebstoffsystem kommen. Eine fachgerechte Feuchtemessung vor der Verlegung ist daher unerlässlich.

Die erforderliche Überdeckung einer Fußbodenheizung hängt von der verwendeten Estrichart sowie deren Festigkeitsklasse ab. Die Vorgaben sind in der DIN 18560 „Estriche im Bauwesen“ geregelt:

  • Zementestrich (CT):
    In der Regel mindestens 45 mm, abhängig von der Biegezugfestigkeit bzw. Härteklasse.

  • Calciumsulfatestrich (CA / Anhydritestrich):
    Meist mindestens 40 mm, ebenfalls abhängig von der Festigkeitsklasse.

  • Fließestrich (z. B. CA-F oder CT-F):
    Durch die bessere Verteilung und Einbettung der Heizrohre ist mitunter eine geringere Überdeckung möglich – diese richtet sich jedoch nach dem Systemaufbau und den jeweiligen Herstellervorgaben.

Obwohl beide Materialien mineralische Baustoffe sind, unterscheiden sich Beton und Estrich deutlich in ihrer Anwendung:

  • Beton wird für tragende Bauteile wie Fundamente, Decken, Wände oder Stützen eingesetzt. Er besitzt eine grobe Gesteinskörnung und eine hohe Festigkeit – ideal für konstruktive Aufgaben im Rohbau.

  • Estrich hingegen dient als nichttragender Bodenaufbau. Er sorgt für eine glatte, ebene Fläche zur Verlegung von Belägen wie Fliesen, Parkett oder Teppich. Estrich ist feinkörniger und eignet sich besonders zur exakten Nivellierung. Je nach Aufbau kann er auch als Heizestrich eingesetzt werden.

Kurz gesagt: Beton trägt – Estrich gleicht aus.

Bei unsachgemäßer Trocknung oder ungünstigen Bedingungen kann es zu verschiedenen Schäden am Estrich kommen:

  • Randaufschüsselungen:
    Entstehen oft durch ungleiche Austrocknung, z. B. wenn Sonnenlicht punktuell auf die Fläche trifft, während die Randbereiche im Schatten bleiben.

  • Risse:
    Zugluft an Fenster- oder Türöffnungen (z. B. bei noch offenen Baukörpern) kann zu Spannungsrissen führen. Unterschiedlich stark schwindende Bereiche begünstigen zudem Aufschüsselungen.

  • Abriss der Randverfugung:
    Da die endgültige Austrocknung bis zu drei Heizperioden dauern kann, kommt es auch später noch zu Verformungen. Diese können zu Rissen in dauerelastischen Fugen führen, etwa zwischen Bodenbelag und Sockelleiste.

Tipp: Eine fachgerechte Planung und geschützte Austrocknung sind der beste Schutz vor solchen Schäden.